MiM – Hintergrund


Politisch-gesellschaftliche Rahmenbedingungen

Deutschland im internationalen Vergleich nur im Mittelfeld.

In fast allen Industriestaaten der Welt hat die Frauenerwerbstätigkeit seit Jahren stetig zugenommen, die Arbeitszeitmodelle von Frauen werden von Teilzeit oder geringfügiger Beschäftigung geprägt. Betreuungsbedürftige Kinder stellen weiterhin eine Hürde für die Erwerbstätigkeit von Frauen dar. Familiengründung hat nach wie vor nur Auswirkungen auf die Erwerbsbeteiligung von Müttern, für Väter gibt es keine relevante Auswirkung.

Liegt Deutschland im Vergleich der Erwerbstätigenquoten bei Männern und Frauen ohne betreuungsbedürftiges Kind noch im vorderen Bereich, ändert sich dies mit einem Kind und noch deutlicher mit zwei oder mehr betreuungsbedürftigen Kindern.

Quelle: kommentierter Gender Datenreport zur Gleichstellung von Frauen und Männern in der Bundesrepublik Deutschland (Hrsg.: BMFSFJ - Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen u. Jugend)

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Erfolgsfaktor Familie – Chancen für die Gleichstellung

Die Bundesregierung und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), allen voran Bundesministerin Ursula von der Leyen, haben im Zuge der öffentlichen Diskussion um die Verbesserung der Rahmenbedingungen in Deutschland schon einige Steine ins Rollen gebracht.

Mehr Kinderbetreuungsplätze für unter Dreijährige, die Stärkung von Initiativen zur betrieblich unterstützten Kinderbetreuung, flexiblere Arbeitszeitmodelle und Initiativen zu mehr Familienfreundlichkeit in Unternehmen (Erfolgsfaktor Familie) sollen dazu betragen, die Voraussetzungen zu schaffen, die Chancen zur Gleichstellung von Frauen – insbesondere nach einer Familienphase – deutlich zu verbessern.

Familienfreundliche Personalpolitik ausgezeichnet

Am 29.05.08 hat Frau von der Leyen im Rahmen der Preisverleihung für die Preisträger des Unternehmenswettbewerbs "Erfolgsfaktor Familie" acht Unternehmen für ihre vorbildliche familienfreundliche Personalpolitik ausgezeichnet.

An dem Wettbewerb hatten sich mehr als 500 Unternehmen und Institutionen beteiligt, ein Zuwachs um 40% gegenüber dem letzten Wettbewerb in 2005. Frau von der Leyen hob in ihrer Ansprache hervor, dass die Gewinner "Trendsetter einer modernen Personalpolitik" seien und "Leitbilder schaffen, an denen sich andere Unternehmen in Deutschland orientieren sollen".

"Wer den Trend Familienfreundlichkeit verschläft, wird bald gnadenlos abgestraft. Wer mit guten Arbeitskräften konkurrenzfähig sein will, muss die Familiensituation seiner Beschäftigten mitbedenken", so Frau von der Leyen laut einer BMFSFJ-Pressemitteilung anläßlich der Preisverleihung.

BMFSFJ: Details zur Preisverleihung...

Wie wirkt sich diese Vorreiterrolle auf die Medienunternehmen aus? Welche Rolle wird Familienfreundlichkeit auch zukünftig dort spielen, um gut qualifizierte Frauen als Arbeitskräfte halten zu können?

Die Medienbranche unterliegt besonderen Bedingungen und wird nur in Teilen ihrem Image von Modernität und Innovation gerecht.

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