MiM – Von der Idee bis zur Realisation.


„MiM“ hat sich die Darstellung der Situation von berufstätigen Müttern in Medienberufen zur Aufgabe gemacht. Im Rahmen ihrer Abschluss-Projektarbeit zur Online-Redakteurin (mibeg-Institut MEDIEN, Köln) hat Martina Troyer ein Thema aufgegriffen, das sie und viele andere bewegt. Und das so vielfältig zu beleuchten ist, wie die Frauen ihrer Generation selbst.

Martina Troyer

Die 40-jährige ist selbst Mutter zweier Kinder, verheiratet und wagte den Spagat zwischen beruflicher Weiterentwicklung und dem Wunsch nach Familie. Und sie hat eigens erfahren, dass eine familiäre Auszeit von fünf Jahren zwar ein Bremsklotz im Job, jedoch nicht zwangsläufig ein unüberwindbares Hindernis für eine zweite berufliche Karriere bedeutet.

„Es funktioniert“, sagt Martina Troyer „wenn man Mut hat, auch gegen anscheinende Hindernisse und gesellschaftliche Konventionen seinen eigenen Weg zu gehen. Wenn man an sich und seine Fähigkeiten glaubt und Unterstützung durch private Netzwerke erhält. Und selbstbewusst an die Durchsetzung der eigenen beruflichen Weiterentwicklung herangeht.“


Kommentar: Martina Troyer

MiM – Müttern. Mut. Machen. Der Name ist Programm.

Liebe Mütter in Medienberufen,

Gespräche mit Ihnen und Ihr grosses Interesse bereits vor Erstellung dieser Website hat mir gezeigt, dass es viele interessante, sehr unterschiedliche Lebenswege von Frauen gibt. Und den Bedarf, sich darüber auszutauschen. Manche Lebensmodelle ähneln sich, in Teilen sind sie aber wirklich sehr verschieden.

Die Motivationen für Ihre Berufstätigkeit

... sind so unterschiedlich wie pragmatisch:

Gemütliches Zusammensein:
"Mami, was machst Du da?"

Sie wollen und müssen Geld verdienen. Sie wollen engagiert, kreativ und erfolgreich arbeiten und sind bereit, dafür viel Kraft und Energie aufzuwenden. Häufig hat Sie der Konflikt zwischen geforderter und verfügbarer Arbeitszeit in die Selbständigkeit geführt.
Sie wollen Ihre Kinder in der Zeit des beruflichen Engagements gut versorgt wissen und genau dort hakt es oft: Zum Teil sehr früh oder zu früh, wie manche von Ihnen bemängeln, haben Sie sich auf Bezugspersonen verlassen müssen, die weite Teile der Erziehungsarbeit übernehmen.
Damit konnten und mussten Sie leben.


Betreuung - immer wieder schwierig

Problematisch: Die Betreuung während Krankheit, bei Brücken- oder Ferientagen. Schier unüberbrückbar und äußerst familienfeindlich empfinden Sie jedoch mehrheitlich zwölf Wochen des Jahres: Die Schulferien. Sechs Wochen davon allein die Sommerferien. Eine Herausforderung an Ihr Organisationstalent. Und immer wieder auch ein Ärgernis.


Forderungen an Politik und Arbeitgeber

Viele von Ihnen begrüßen den Einsatz von Frau von der Leyen und staunen, was sich seitdem politisch schon hat bewegen lassen. Für manche von Ihnen zu spät, da die Kinder "aus dem Gröbsten" heraus sind. Für andere nur eine Seite der Medaille. Denn trotz Initiativen zur Ganztagsbetreuung - wo bleibt die Akzeptanz der Arbeitgeber, auch Teilzeitarbeitsplätze bereit zu stellen?
Welche Rolle spielen dort Väter mit Wunsch auf Teil- oder Elternzeit? Dies scheint nach wie vor nicht ins unternehmerische Bild des männlichen, stets verfügbaren, allzeit arbeitswilligen Mitarbeiters zu passen.

Männer im Visier

MiM's statistisch nicht repräsentative Umfrage, dafür aber tief in die Zielgruppe hinein durchgeführt, zeigt auch die Schwachstellen von Gleichstellungsdebatten und Genderreports auf:

Auch wenn Männer viel stärker als früher Anteil an der Erziehung ihrer Kinder haben und diese auch einfordern, mehr Zeit bleibt ihnen dafür nicht. Der Familie drohende Einkommensverluste und die geringen Chancen auf attraktive Arbeits- und Entlohnungsmodelle machen vielen diese ersten Gehversuche madig. Wer unserer (männlichen) Politiker fordert hier einmal so vehement und langanhaltend die Gleichstellung, wie Frau von der Leyen für ihre Geschlechtsgenossinnen?


Frauen "auf die Sprünge helfen"

Sie raten den jungen Frauen, die, wie "Brigitte" herausfand, selbstbewußt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf einfordern:
Baut euch Netzwerke auf, gründet Initiativen vor Ort und fordert eure Arbeitgeber heraus.
Was bieten sie den hoch- und höchst qualifizierten Studienabgängerinnen? Welche Unterstützung haben bei ihnen später werdende Eltern zu erwarten? Interessante Perspektiven für zukünftig zu führende Einstellungsgespräche.

Liebe MiM's - Müttern. Mut. Machen. Das will MiM - und weiterhin eine Lobby für starke Frauen und gegen schwache Argumente liefern.

Unterstützen Sie uns alle durch Ihre Kraft der Worte. Arbeiten Sie mit daran. Mut haben und damit anderen Mut machen. Ein schöner Anfang.

Herzlichst, Ihre Martina Troyer

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